Geduld – wir arbeiten daran.

Kultur

ist das Geflecht verbindlicher Beziehungen, das eine Gesellschaft trägt: Sprache, Alltagspraktiken, Rituale, Nachbarschaft, Fürsorge und gemeinsame Verantwortung.
Sie ist die unsichtbare Arbeit derjenigen, die Normalität sichern – von der Müllabfuhr über die Pflege bis hin zur Jugendarbeit und zum ehrenamtlichen Engagement.
Ohne diese Kulturarbeit zerfällt das Gemeinwesen.

Bewusstseinskultur

lässt sich als eine Kulturform beschreiben, in der Menschen den Umgang mit ihrem eigenen inneren Erleben ernst nehmen und pflegen – nicht als Luxus, sondern als Grundlage eines reifen Zusammenlebens. Gemeint ist damit eine Haltung, in der man lernt, den eigenen inneren – mentalen – Raum von Gewohnheitsgedanken, gedrillten Reaktionen und fremden Einflüssen freizuräumen. Dieser innere Freiraum wird nicht als privates Hobby verstanden, sondern als etwas, das das Miteinander prägt: wie wir zuhören, wie wir handeln, wie wir Konflikte austragen, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir eine gemeinsame Zukunft gestalten. Eine Bewusstseinskultur ist daher eine Kultur, die:
  • die Fähigkeit zum klaren Hinschauen fördert, ohne Ablenkung und ohne Selbsttäuschung,
  • innere Reife als gesellschaftlichen Wert begreift,
  • Verlangsamung, Klärung und Präsenz nicht romantisiert, sondern als praktische Grundwerkzeuge versteht,
  • Bildung, Kunst und soziales Leben so gestaltet, dass Menschen ihren inneren Kompass wiederfinden und pflegen können,
  • nicht äußere Effekte, sondern innere Orientierung ins Zentrum stellt.
  • lt.T. Metzinger:
  • a. Ethische Einstellung zu den eigenen geistigen Vorgängen.b. Systematische Kultivierung wertvoller geistiger Zustände. c. Kulturelle Einbettung.