lässt sich als eine Kulturform beschreiben, in der Menschen den Umgang mit ihrem eigenen inneren Erleben ernst nehmen und pflegen – nicht als Luxus, sondern als Grundlage eines reifen Zusammenlebens.
Gemeint ist damit eine Haltung, in der man lernt, den eigenen inneren – mentalen – Raum von Gewohnheitsgedanken, gedrillten Reaktionen und fremden Einflüssen freizuräumen. Dieser innere Freiraum wird nicht als privates Hobby verstanden, sondern als etwas, das das Miteinander prägt: wie wir zuhören, wie wir handeln, wie wir Konflikte austragen, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir eine gemeinsame Zukunft gestalten.
Eine
Bewusstseinskultur ist daher eine Kultur, die:
- die Fähigkeit zum klaren Hinschauen fördert, ohne Ablenkung und ohne Selbsttäuschung,
- innere Reife als gesellschaftlichen Wert begreift,
- Verlangsamung, Klärung und Präsenz nicht romantisiert, sondern als praktische Grundwerkzeuge versteht,
- Bildung, Kunst und soziales Leben so gestaltet, dass Menschen ihren inneren Kompass wiederfinden und pflegen können,
- nicht äußere Effekte, sondern innere Orientierung ins Zentrum stellt.
- lt.T. Metzinger:
a. Ethische Einstellung zu den eigenen geistigen Vorgängen.b. Systematische Kultivierung wertvoller geistiger Zustände.
c. Kulturelle Einbettung.